Mittwoch, 18. Januar 2012

Antarktis

In Ushuaia angekommen war es super warm. Die Temperaturen in der südlichsten Stadt von Argentinien waren an diesem Tag auf fast 30 Grad geklettert. Ich machte ein paar Einkäufe in der Duty Free Stadt und genoss das herrliche Wetter. Am nächsten Tag kam mein Vater Roland ein bisschen verspätet direkt aus der Schweiz an. Nach fast 9 Monaten ein Wiedersehen was Freude machte. Wir trafen uns dann gleich mit Wolf und seiner Frau, dem Skipper mit welchem Roland schon vor 16 Jahren ums Kap Horn gesegelt ist und im letzten Sommer die Nordwest Passage durchquert hat. Es war ein gemütlicher Abend mit Argentinischem Steak und Rotwein natürlich. Leider wird uns Wolf nicht begleiten da er nach Österreich zieht mit seiner Familie, so war das leider ein kurzes Treffen. Am nächsten Morgen ging es dann gleich nach Puerto Williams, die südlichste Stadt/Dorf in Chile wo die Santa Maria Australis im Hafen liegt. Hier trafen wir dann die ganze Crew und die anderen Passagiere im ganzen waren wir 11 Personen. Die meisten kamen aus Deutschland und waren gute 20 Jahre älter als ich. Zu meinem Glück waren da aber auch noch zwei Schweden in meinem alter welche auch schon seit ein paar Monaten in Südamerika am reisen sind. Nach einem lockeren Abend im Südlichsten Jachtclub der Welt mit ein paar Pisco Sour’s ging es am nächsten Tag los Richtung Antarktis. Das Wetter war schön wir hatten jedoch keinen Wind. Kurz vor Kap Horn gingen wir vor Anker um noch einmal richtig zu schlafen bevor es los ging über die Drake Passage in die Antarktis. Als wir am nächsten Tag los fuhren hatten wir wunderschönes Wetter am Kap Horn mit Begleitung von Delfinen, was voll schön war. Für die Überfahrt benötigten wir etwa 80 Stunden. Da immer jemand am Steuer stehen und nach Eisbergen Ausschau halten musste arbeiteten wir in Schichten. Alle sechs Stunden hatten wir  in dreier Teams drei Stunden Wache. Der Wellengang hielt sich in Grenzen, dass heisst es waren nur etwa 4m Wellen und fast die ganze Überfahrt fuhren wir mit Motor. In der Antarktis selber besuchten wir dann verschiedene Inseln, alte Forschungs- und Walfangstationen, Pinguin Kolonien und natürlich Gletscher. Wir hatten ein paar sehr schöne Tage, das Wetter spielte super mit, Sonnenschein kein Wind und das hinter der atemberaubenden Kulisse der Antarktischen Halbinsel und ihren riesigen Bergen. Wir sahen Wale welche immer wieder ihre Lungen neben, vor und hinter unserem Boot mit frischer Luft fühlten. Es war einfach sensationell und zum Teil unbeschreibbar. Weihnachten verbrachten wir bei Schneefall bei der Insel Enterprise an einem alten Norwegischen Wrack angedockt. Es war ein gemütlicher Abend mit Chicken Curry zubereiten von Chefkoch Roland, was voll lecker schmeckte. Weiter ging es dann in Richtung Lemaire Channel welcher uns zu der Ukrainischen Forschungsstation führen sollte. Jedoch kam es ein bisschen anders. Diesen konnten wir noch passieren danach war jedoch Schluss, es war alles zu mit Eis und wir konnten nicht weiter fahren. So änderten wir die Route und ankerten danach wieder in der nähe von Port Lock Roye einem alten britischen Stützpunkt und Forschungsstation. Hier ruhten wir uns ein bisschen aus bevor es langsam durch denn Neumayer Channel wieder Richtung Norden ging. Am 31.12.2011 waren wir bei der Insel Melchior wo das Wetter wieder super war und somit einem kurzen Bad im Kalten Nass nichts mehr im Weg stand (Wassertemperatur 1°). Am Abend feierten wir und spielten Pub Quiz mit selbst ausgedachten Fragen zu den Themen Antarktis, Boote, Geschichte, Geografie und Comics. Lustig war’s. Am ersten Tag im neuen Jahr fuhren wir wieder zurück in Richtung Puerto Williams wo wir nach 4 ½ Tagen ankamen. Das ganze war ein unvergessliches Erlebnis und wir hatten riesiges Glück das wir die meiste Zeit gutes Wetter hatten. Hier noch besten Dank an Roland welcher das ganze super organisiert und mir ermöglicht hat





































Kap Horn



Hier noch was an ALLE die meinen Blog verfolgen und die letzten Monate online mit dabei waren. Meine Reise durch Süd- und Zentralamerika neigt sich langsam dem Ende zu. Ich bin nun die letzten Paar Wochen mit meiner Schwester in Argentinien am herumreisen. Ich würde mich echt freuen wenn ihr alle schnell mit Namen einen Kommentar zu diesem Blog schreiben könntet oder sonst ein Lebenszeichen gibt. Wenn ich von euch 60 Kommentare bekomme werde ich dann noch einen exklusiven Argentinien Blog Eintrag schreiben! Also komm schon, TU ES!!!

For all who read my blog or  saw all my pics, please write a comment with your name! If I get more then 60 comments I will write an exclusive Blog on Argentina! Come on, DO IT!

Elia On The Road