Montag, 14. November 2011

In to the wild – Huayhuash

Nachdem ich von der Küste mit einem Nachtbus in 12 Stunden am Morgenfrüh in Huaraz auf 3000m angekommen bin, war das Wetter super und die Sicht auf die umliegenden 6000er herrlich. Ich hatte ein super chilliges Hostal mit einer super Terrasse, wo man den Huarascan sehen konnte, der höchste Berg der Cordillera Blanca mit 6768m. Mein Ziel war es in der benachbarten Cordillera Huayhuash einen 8-tägigen Trek zu machen und zwar ohne Führer und Mulis und so. Um das Ganze zu planen und vorzubereiten ging ich also in die Stadt und informierte mich über die Situation. Am nächsten Tag stand eine gemütliche Wanderung auf dem Programm zur Laguna 69 in der Cordillera Blanca. Es ging früh morgens los mit einem Bus welcher mein Hostal organisierte in 3 Stunden zum Ausgangspunkt. Wir kamen durch ein super schönes Tal an verschiedenen anderen Lagunen vorbei und starteten schlussendlich die Wanderung. Es war ziemlich easy und voll schön, leider spielte das Wetter nicht ganz mit aber es war trotzdem super, eine kleine Akklimatisierung für meinen bevorstehenden Mega-Trek.
Sicht vom Balkon
Laguna Chinancocha
Laguna 69

Als ich am Abend noch am Informationen zusammensammeln war, kam plötzlich Benjamin, ein Franzose, vorbei welcher ähnliche Pläne hatte und nach einem kurzen Gespräch war für uns beide klar, dass wir zusammen die 8 Tage treken werden. So ging es am nächsten Tag auf den Markt, wo wir uns mit Food für 8 Tage eingedeckt haben da es unterwegs keine Möglichkeit gibt essen zu kaufen. Das heisst, es gibt ein kleines Dorf an etwa Tag 6 wo man etwas kaufen könnte, wir entschlossen uns aber da nur einen kleinen Halt zu machen um noch ein paar frische Früchte zu kaufen oder so was. Ausgerüstet mit Zelt, Schlafsäcken, Kocher, Gas, Food und was man sonst noch so braucht ging es dann am nächsten Tag los mit dem Bus um 05:00 in Richtung Cordillera Huayhuash! Wir kamen ungefähr 8 Stunden später am Ausgangspunkt des Huayhuash Treks an, wo uns dann auch gleich der erste Pass erwartete, welchen wir mit unseren mörderschweren Rucksäcken, die doch so gegen die 15 bis 16kg wogen, bezwangen.








warme Thermalquellen am 3. Tag
kleine Challenge auf 5000m


The Crew


Caramelo?
 



Der Terk war wohl eines meiner Highlights meiner bisherigen Reise! Wir umwanderten die Cordillera Huayhuash in 8 Tagen mit diversen Alternativrouten, welche uns über 10 Pässe führten, an unzähligen super schönen Lagunen vorbei und gigantischen Bergen. Wir legten auf dem ganzen Trek 13200 Höhenmeter zurück. Zelteten an einsamen Bächen und Lagunen. Sahen keinen Touristen für 8 Tage nur etwa ein Duzend Hirten, welche mit ihren Schafen und Kühen in denn Bergen zuhause waren. Einfach ein Traum. Trotz in dieser Region gerade Regenzeit ist, hatten wir super Glück mit dem Wetter. Wir hatten zwar von allem ein bisschen, das heisst Hagel, Schnee und Regen sowie Nebel, aber grundsätzlich war es meistens schön. An Tag 6 kamen wir dann in ein kleines Dorf, wo wir uns ein Bier und ein richtiges Mittagessen gönnten bevor wir dann weiter zogen. Alles im allen ein super Erlebnis, welches voll schön war und eindrücklich. An Tag 8 hatten wir dann den Kreis geschlossen.




Wir beschlossen auf dem Rückweg nach Chavin zu fahren, ein kleines Städtchen in der Cordillera Blanca wo es Ruinen zu besichtigen gibt, welche anscheinend aus der Zeit von 1200 bis 800 v.Ch. bestanden. Chavin ist ein schönes, kleines Andenstädtchen und die Ruinen mit dem dazugehörigen Museum waren ebenfalls einen Besuch wert. Nachdem ging es zurück nach Huaraz, wo wir uns einen Tag entspannten bevor es dann weiter ging in Richtung Süden.

Freitag, 11. November 2011

! Tati & Eva die Rappenspalterinnen !

Die zwei Damen aus Österreich, schreiben auch einen ziemlich coolen Blog, in welchem ihr die gemeinsamen Erlebnisse von uns auf eine andere sichtweisse nachlesen könnt und noch mehr Bilder findet!

http://tati-and-eva-on-tour.blogspot.com

Von Ecuador nach Peru

Nach den Galapagos ging es dann nochmals zurück nach Cuenca zu der Familia Andrades. Hier verbrachte ich nochmals 3 Nächte und schaute mir die Stadt an, fuhr mit Eduardo und Kary in den National Park Cajas, fischte in einer Forellenzucht eine Forelle und schaute mir ein Museum an. Zwei entspannte Tage.

Kirche in Cuenca
Cajas
Danach war es an der Zeit in Richtung Peru zu fahren, jedoch machte ich zuerst noch einen halt in Vilcabamba, einem kleinen Dorf auf dem Weg zum Grenzübergang von la Balsa. Vilcabamba liegt in einem schönen Tal welches das ganze Jahr eine sehr angenehmes Klima hat. Das Dorf ist auch bekannt für die Leute hier, welche anscheinend alle sehr alt werden. In diesem 2000 Seelendorf sind anscheinend nach einer Umfrage 66 über 100 Jahre alt was doch ziemlich einzigartig ist. Hier traf ich Tati und Eva zwei Österreicherinnen welche ziemlich chill sind. Mit ihnen unternahm ich am nächsten Tag eine Wanderung zu einem Wasserfall. Auf dem Rückweg vom Wasserfall höre ich hinter mir ganz entspannt „Achtung, da ist eine Schlange hinter dir“, ich ging gemütlich weiter und schaute zurück und tatsächlich ist da ein grüne ein Meter Schlange welche mir hinterher kam. Ich machte ein paar grössere schnellere Schritte um ihr zu entkommen, was mir auch gelang und bevor sie dann im Gebüsch verschwand. Unglaublich, da laufen wir zu dritt hintereinander und dann schleicht sich einfach eine Schlange zwischen uns durch, wie krass ist das denn?!


Am nächsten Tag hiess es früh raus und um 06:00 auf den Bus welcher uns bis kurz vor die Grenze bring. ­­­­­­­­­­Dann wurde es spannend da dieser Grenzübergang ziemlich klein ist und nicht viele Leute diese Grenze nach Peru nehmen, das war aber genau das was mich gereizt hat. Mal nicht wissen wie weit man kommt, sondern es einfach auf sich zukommen lassen. Tati und Eva beschlossen dann auch mit nach Chachapoyas zufahren und somit machte es das ganze wieder ein bisschen einfacher. Wir brauchten schlussendlich 2 Tage von Vilcabamba nach Chachapoyas was im Nördlichen Hochland von Peru liegt. Wir reisten mit Kombis, Autos, Bussen und Motos. Auf Schotterstrasen fuhren wir durch super schöne Täler, in welchen satt grünen Reisfeldern zusehen waren, fast wie in Asien.


links Peru, rechts Ecuador
Wenn man den normalen Travellern glaubt gibt es nicht viel zusehen im Norden von Peru, ich wollt allerdings schon die Ruinen von Kuelap sehen, welche nach Machu Picchu zu ein paar der besten zählen sollten. Jedoch kaum in Chachapoyas angekommen, stellte sich heraus das es sehr viel zusehen gibt in dieser Region. Wir entschlossen uns dann einen 3-tägigen trek zumachen welcher im Valle Belen beginnt und in Kuelap endet. So gingen es am nächsten Tag wieder früh los mit einem Führer wurden wir ins Valle Belen gefahren von wo aus der Trek startete. Auf dieser Wanderung kamen wir an verschiedenen Ruinen vorbei welche von den Chachapoyas Indios waren und noch nicht erforst wurden, was doch ziemlich cool war. In ein Tal in welchem die Läute noch mit Schweinen, Meerschweinchen, Hühnern und Hunden zusammen leben und sich mehrheitlich selbst versorgen wo wir auch übernachtet haben. Es war ein schöner zwei Tages Trek welcher dann in Kuelap endete. Die Ruinen von Kuelap, stammen auch von den Chachapoyas welche es schon vor den Inkas gab. Kuelap liegt wunderschön gelegen hoch erhoben auf 3000m mit sicht auf die Umliegenden Täler. Die ganze Ruine welche früher eine Stadt, Heiligenstädte so wie aus einem Palast bestand, ist 600m lang und bis zu 100m breit und ist mit einer Mauer umgeben welche bis zu 25m hoch ist. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es war an diesem Tag als wir Kuelap besichtigten, regnerisch und kalt. Es war allerdings sehr beeindruckend was die Jungs von damals da hingestellt hatten.

Valle Belen





Kuelap



Nach einem Tag Pause weil das Wetter nicht so schön war, ging’s dann noch zum Gocta Wasserfall. Der Besteht aus zwei Wasserfällen von welchen der obere 200m hoch ist und der Untere 500m und somit einer der höchsten ist der Welt. Meine eigentlich gemütliche 6 Stunden Wanderung dehnte sich dann allerdings auf fast 8 Stunden. Als ich nämlich schon fast rum war auf meiner Rundwanderung, bemerkte ich beim letzten Bild welches ich von den Wasserfällen machte das ich meine Jacke gute 500m weite oben liegen gelassen hatte. Fuck, nochmals!



An dieser Stelle bemerkte ich das meine Jacke noch oben liegt, Uuuuuhhhh regemiuf!
Ich fuhr am nächsten Tag dann nach Leymebamba, ein kleines Dörfchen 3 Stunden südlich von Chachapoyas in einem Tal gelegen. Da machte ich mir einen gemütlichen Tag und besichtigte ein Museum welches über Kuelap und die Chachapoyas genauere Infos hatte. Hier traf ich wieder auf die Österreicherinnen welche auf der gleichen Route unterwegs sind. So fuhren wir am nächsten Tag einen ganzen Tag Bus durch steile Täler und über Pässe nach Cajamarca.

In Cajamarca hat Francisco Pizarro der Spanische Eroberer den Inka Häuptling Atahualpa als Geisel genommen und ein Raum voller Gold als Lösegeld gefordert. Als ihm schlussendlich die Inkas diesen Raum mit Gold gefüllt hatten um ihren Häuptling wieder zurück zu bekomme hat Pizarro, Atahualpa trotzdem getötet. Aber das war nicht der Grund warum wir in Cajamarcas waren, es lag einfach auf dem Weg. Da wir schon mal da waren machten wir zwei Ausflüge mit einer Tour weil es einfach so günstig war und welche voll Natural und Familiar waren (Sorry, kleiner Insider;-) Von da aus wollten wir dann mit einem Nachtbus an die Küste nach Trujillo. Da wir allerdings ein bisschen zu spät dran waren, fuhren wir dann auf einer Ladefläche eines riessen Tracks unter freiem Himmel durch die Nacht. Völlig verstaubt und durchgeschüttelt kamen wir im frühen morgengrauen in Trujillo an.




Ikan Wasserkanal
Grabstätte
  

In Trujillo gibt es auch verschiedene Ruinen zu besichtigen, darunter Chan Chan, welche eine der grössten Städte zu seiner Zeit gewesen sein sollte. Allerdings kann man nun nur noch Staubhügel von den Mauern sehen. Jedoch haben die Peruaner den Haupttempel der Stadt wieder aufgebaut. Es kam mir jedoch ein bisschen Disneyland mässig vor. Am nächsten Tag hiess es auschillen, wir fuhren nach Huanchaco welches ein Halbestunde von Trujillo entfernt ist und berühmt ist zum Surfen. Nach ein paar Pisco’s und nach dem ich die Wellen gesehen hatte, entschied ich mich auch nochmals einen Tag zu bleiben und das mit dem Surfen nochmals zu probieren. Am Nächsten Tag war es dann allerdings definitiv Zeit abzuhauen in die Berge und so fuhr ich mit einem Nachtbus 10 Stunden nach Huaraz in die Cordillera Blanca.

Nach unsere Truck fahrt, leicht verstaubt :-)
Chan Chan




Plaza de Arma von Trujillo
Huanchaco