Mittwoch, 28. September 2011

Ecuador

Nach dem ich etwa 5 Wochen in Kolumbien war, war es zeit um das Land zu verlasen. Es war spannend und es gebe noch sehr viele spannende Flecke zu besuchen in diesem Land. Jedoch zog es mich weiter nach Ecuador ein ebenso spannendes Land. So fuhr ich mit dem Bus von Salento mit Duncan (Engländer) und dem Holländischen Pärchen Justin und Angelique nach Armenia von wo aus wir mit einem Nachtbus an die Grenze von Kolumbien fuhren. Am Frühenmorgen kamen wir dann an und entschlossen uns noch die wohl berühmteste Kirche von Kolumbien zu besichtigen um unsere Beine ein bisschen zu vertreten, bevor es weiter geht. Die Kirche befindet sich in einer Schlucht und wurde auf eine Brücke gebaut. Sie war ehrlich gesagt voll schrecklich aber trotzdem ein besuch wert.  

Ich, Duncan und Justin an der Grenz zu Ecuador
Nach dem wir die Kirche gesehen hatten ging es weiter über die Grenze, was problemlos funktioniert hat. Wir überquerten zu fuss die Brücke und schon waren wir in Ecuador. Von da aus nahmen wir einen weiteren Bus welcher uns nach Otovalo brachte eine kleine Stadt welche von Lagunen und Bergen umgeben ist. Hier traf ich dann Michael einen alten Oberwiler Kumpel. War cool wieder einmal ein bekanntes Gesicht zu sehen und über die alten Zeiten zu Quatschen und Tratschen. Wir blieben 2 Tage in Otovola unternahmen zusammen eine Wanderung zu einem Vulkankrater See welchen wir umwanderten. Die Wanderung war schön bis wir in der Hälfte von einem Gewitter heimgesucht wurden. Am Anfang regnete es nur, jedoch etwas Später wurde aus Regen Hagel und es wurde so richtig kalt und die Landschaft um uns herum weiss. Am Abend feierten wir unser Erlebiss zusammen in verschiedenen Bars von Otovalo und tauschten verschiedensten Geschichten aus. Am nächsten Tag war Markttag in Otovalo angesagt. Wir streunten durch den grossen Mark welcher eine gute Mischung war aus Traditionellem und Touristen Markt. Später zog es mich und Duncan weiter nach Qutio, Michael weiter nach Kolumbien und die Holländer blieben noch in Otovalo.
Kratersee







Michael mit Yoda ;-)
In Quito war dann ein bisschen Sightseeing angesagt und Organisatorisches. Duncan und ich übernachteten in einem schönen Hostel welches sich in der Altstadt von Quito befand mit einer super Dachterrasse im 5. Stock mit super Aussicht auf Qutio. Wir fuhren zusammen zur Äquatorlinie, schauten uns changing of the guard vor dem Präsidenten Palast an wo sich auch der Ecuadorianische Präsident zeigte, Stiegen auf den Hausberg von Qutio den Ruchu Pichincha bewunderten die Altstadt und das Nachtleben von Qutio. Insgesamt war ich dann 5 Tage in Qutio und hatte eine gute Zeit und somit zog es mich weiter nach Cuenca.
Präsident von Ecuador

Aussicht vom Hostal

Quito vom Rucu Pichincha
Ich auf dem Rucu Pichincha 4696m

Eine Hälfte im Süden, die andere im Norden, eine Hälfte im Sommer die andere im Winter
;-)
So fuhr ich mit diversen Bussen nach Cuenca in die Stadt wo Jessica meine Schwester vor etwa 11 Jahren ein Austausch Jahr machte und meine Eltern meine Camping und Trekking Ausrüstung hingeschickt haben. Ich wurde da sehr Herzlich von der Gastfamilie von meiner Schwester empfangen. Ich blieb über das Weekend da und bekam einen guten Einblick in das Familienleben einer Ecuadorianischen Grossfamilie. Ich wurde verköstigt wie ein grosser an den ganzen Familientreffen in den verschiedenen Landhäusern. Auch Kary welche vor etwa 10 Jahren bei uns in der Schweiz 3 Monate auf Besuch war traf ich, sie ist nun verheiratet und hat schon 2 Töchter. Die Familie von Kary, ihres Vaters mit den Grosseltern zählt sagenhafte 63 Mitglieder und geht über 4 Generationen. Was wohl für die meisten von euch unvorstellbar ist. ­Führ die meisten Leute hier ist die Familien wohl das wichtigste und das wir fast jedes Weekend mit einem Familientreffen zelebriert. Es war schön das ganze Mal live mit zu erlebt haben.
Cuenca Blumen Markt


Älplermagronen kochen mit der Familie
Die ganze Famile von Flor und Eduardo
Nach 4 Tagen Familienleben fuhr ich weiter, 10 Stunden mit dem Bus nach Machachi, ein kleiner Ort welcher von den bekannten Vulkanen von Ecuador umgeben wird. Hier traf ich Diego einen Jungen Bergführer welcher mich auf zwei Vulkane führen sollte. Das Ziel von mir war es den berühmten Cotopaxi zu besteigen. Um dieses Ziel zu erreichen war es allerdings für mich wichtig mich an die Höhe anzuklimatisieren. So bestieg ich zuerst mal alleine den Vulkan Corazon (4782m) danach in zwei Tagen mit Diego den Technisch schwereren Iliniza Sur (5263m). Am ersten Tag stiegen wir in das Refugio welches sich auf 4700m befand. Von da aus ging es am nächsten Morgen um 4:30 los, ausgerüstet mit Steigeisen, Eispickel und Seil ging es den Steilen Gletscher hinauf zum Gipfel. Wir hatten glück das Wetter spielte mit und wir hatten einen super schönen Blick vom Gipfel zu den anderen Gipfel und hatten das Wolkenmeer unter uns gelassen. Nach der Besteigung dieses Gipfels ging es zurück nach Machachi. Am nächsten Tag war dann der Cotopaxi an der reihe der zwei Höchste Gipfel von Ecuador mit 5897m. Der aufstieg zum Gipfel macht man hier auch in zwei Tagen zu erst in das Refugio auf 4810m und von da aus um 01:00 in der Nacht zum Gipfel. Allerdings war das Wetter gegen uns, es Schneite wie verrückt und um 01:30 als wir losbrechen wollten lag 20cm Schnee vor der Hütte, somit war es leider nicht möglich wegen Lawinengefahr den Gipfel zu besteigen. Das hat mich um es schön auszudrücken ziemlich angepisst ;-) Somit blieb uns nichts anderes übrig als wieder abzusteigen. Jedoch wollte ich mich nicht so schnell geschlagen zeigen von dem Berg, so organisierte ich noch am gleichen Tag einen weiteren versuch. Ich konnte mich zwei Trekking und Bergsteiger begeisterten Engländer anschliessen, Paul und Kirsty. Die zwei haben gerade ein paar Trekks in Peru hinter sich welche ich auch noch machen möchte. So stieg ich erneut ins Refugio. Es ging wieder früh los und wir waren bereit zur Gipfelstürmung. Es schneite wieder und war mit dem Wind Chill zusammen Arschkalt Schätzungsweisse mindestens -15 grad. Das jedoch konnte uns nicht davon abhalten den Gipfel zu besteigen. Wir stiegen auf bis zum Gletscher wo wir dann unsere Steigeisen benötigten und Seilschaften bildeten. Dann ging es weiter mit Schneesturm! Wir befanden uns dann in der Zone um etwa 5300m wo es zwischen Gletscherspalten durch ging. An dieser Stelle scheiterten dann allerdings die Bergführer, sie fanden keinen Weg durch den Gletscher. Sie probierten zwar 3 verschiedene Wege jedoch waren alle durch Gletscherspalten versperrt. Somit zwang mich der Vulkan zum zweiten Mal zum abstiegen. Wir waren gut 2.5 Stunden unterwegs und alle hatten vom Schneesturm eine dicke Eisschicht um unsere Kleider und Rucksäcke. So was hab ich doch noch nie erlebt und es war ein super Test für meine Trekking Bekleidung, die hielt mich nämlich trotz Extrembedingungen WarmJ Ich war Enttäuscht und musste mir somit den Traum Besteigung, Cotopaxi abschminken für diese Reise zumindest;-)
Auf dem Gipfel vom Corazon
Aufstieg zum Refugio der Ilinzas

Aussicht vom Refugio um 04:30 mit Corazon
Iliniza Norte

Auf dem Gipfel des Ilinzas Sur (5263m) mit Cotopaxi im Hindertrung
Cotopaxi

 

Cotopaxi 5897
Vom Refugio des Cotopaxi
Paul, Kirsty und Ich im Schneestrum am Cotopaxi
Unsere Rucksäcke :-)
Stirnlampe von Paul
Nach diesen Bergen bin ich nun wieder in Qutio. Morgen geht es los in ein anderes Paradies, auf die Galapagos.

Saludos

Montag, 26. September 2011

Salento

Meinen letzten halt in Kolumbien machte ich in Salento. Das ist ein kleines Kolonial Dorf welches Ausgangspunkt ist für das Valle de Cocora, es liegt in der Zona Cafetera. Hier genoss ich zwei easy Tage unternahm eine Wanderung im Valle de Cocora wo man den National Baum (Palma de cera) von Kolumbien betrachten kann sowie Kaffee Fincas besuchen kann. Die Palma de cera wachsen hier und können bis zu 60m hoch werden was doch ziemlich imposant ist. 
Salento
 

Jeeps zu den Dörfern
Valle de Cocora

Sonntag, 4. September 2011

Colombia, Que Chevere!

Nach einem Monat Kuba freute ich mich auf Colombia, das Land von dem alle schwärmten welch ich auf meinem Trip getroffen habe. So mit hatte ich grosse Erwartungen. Ich nahm mir vor eine Woche in Bogota zubleiben um eine kleine Pause in meiner Reise einzulegen bevor ich weiter reise, was ich auch machte. Ich nutzte die zeit in Bogota um mir gewisse Sachen wieder zu beschaffen welche mir auf der Reise abhanden gekommen sind, sowie der Hitze der letzten vier Monate zu entfliehen was ich voll genoss. Bogota liegt auf 2600m und ist somit eher kühl, das heisst ich konnte mal meine Jeans so wie mein Pullover benützen welche ich so gut wie noch nie gebraucht hatte seit ich unterwegs bin. Bogota ist eine riesen Stadt mit gut 9 Millionen Einwohner und verschiedenen Zentren. Ich Couchsurfte das erste Mal in meinem leben hier was eine super Erfahrung war. Ich lebte gut 5 Tage bei Diana einer Englisch Lehrerin welche sehr beschäftigt war aber mir gute Tipps geben konnte in Bogota und der nähern Umgebung. Am Wochenende gingen wir dann zusammen an ein Gratis Open-Air an welchem Willie Colon ein sehr bekannter Salsa Star spielte und als Highlight danach noch Daddy Yankee spielte, welcher ich die letzten vier Monate fast täglich hörte. Nun konnte ich Ihn mal live sehen mit gut 90’000 anderen „Rolos“ wie die Leute von Bogota genant werden.
Bogota von Cerro Moserrate
La Candelaria Stadtviertel in Bogota


Nach einer Woche Bogota fuhr ich weiter nach Medellin ebenfalls eine riesen Stadt von wo früher Pablo Escobar und sein Medellin Kartell die Welt mit Kokain versorgt hatte.


Medellin
 
Von da aus ging es dann weiter einmal mehr an die Karibik Küste nach Cartagena, eine schöne aber auch sehr Touristische Kolonial Stadt. Hier verbrachte ich das Wochenende und genoss das Nachtleben.



Nächster Stopp war dann Santa Marta ebenfalls eine Stadt direkt an der Küste wo ich gut eine Woche blieb. Hier nahm ich nochmals Spanisch Unterricht, spielte Frisbee mit dem Uni Team und genoss das Kleinstadt leben. Ich ging Wanderung im Parque Tayrona wo ich die schönen Strände so wie die Indianer welch hier immer noch leben sehen konnte. Danach ging es auf den wohl zweit Berühmtesten Trek von Südamerika, der sogenannte Ciudad Perdida Trek wo das Highlight die Verlorene Stadt ist. Diese Stadt liegt in der Sierra Nevada de Santa Marta und ist neben Machu Picchu eine der grössten wiederentdeckten präkolumbischen Städte Südamerikas. Ich genoss die Viertägige Wanderung in vollen Zügen. Ich war hier wieder einmal mit Marc unterwegs welchen ich schon in Guatemala kennen gelernt hatte. Wir hatten glück den wir waren nur zu zweit unterwegs mit einem Führer. So hatten wir die Verlorene Stadt für uns ganz alleine was ich voll cool fand. Die Stadt liegt sehr schön gelegen an einem Berghang mit super schöner Aussicht.
Santa Marta
 


Parque Tayrona
Parque Tayrona
Ciudad Perdida Terk
Teyuna Indianer Hütten
 

Ciudad Perdida
Hauptplaza von Ciudad Perdida
Nach vier Tagen Dschungel fuhr ich weiter nach Riohacha von wo ich La Guajira in angriff nahm. La Guajira ist eine Halbinsel welche an der Grenze zu Venezuela liegt. Die Wüsten Landschaft hier ist einmalig und mit Punta Gallinas befindet sich hier der Nördlichste Punkt von Südamerika welchen ich dann auch besucht habe. Die Halbinsel wird bewohnt von den Wayuu Nomaden welche hier in dieser Gegend sehr einfach in ihren Lehmhütten leben. Ich genoss die paar Tage hier so richtig da es wieder einmal ein bisschen off vom Touritrail war und somit ein bisschen Abenteuerlicher. Um nach Punta Gallinas zu kommen fährt man mit einem kleinen Fischerboot gute 2 ½ Stunden von Puerto Bolivar zuerst der Küste entlang und danach durch kleine Buchten und Mangroven. Dann Plötzlich kommt man an diesen Magischen Ort wo es einfach nichts gibt, ausser einer Wahnsinns Landschaft, welche aus roten Sanddünnen, schönen Sandstränden, karger Kakteen und Buschlandschaft besteht. Jedoch zu meinem erstaunen leben hier doch noch Wayuu Familien welche sich mit Fischfang und Viehzucht über dem Wasser halten und somit auch ein bisschen in die Wirtschaft integriert sind.
Wayuu Nomaden Markt in Uribia

 


In der nähe von Cabo de la Vela (La Guajira Halbinsel)
 

Fischer am Strand von Cabo de la Vela

Wayuu Hütte in der nähe von Punto Gallinas
Nördlichster Punkt Südamerikas "Punto Gallinas"
  
Ich entschloss mich danach gleich in die Berge zufahren welche mich schon seit Anfang meiner Reise anziehen. So hatte ich einen 38 Stunden Marathon hinter mich gebracht und fuhr direkt von dem Nördlichsten Punkt mit Boot, Pick-Up Colectivos und Busen nach Güican. Güican liegt auf 3000m und ist Ausgangspunkt um in den Parque Natural National de Cocuy ist. Die Sierra Nevada del Cocuy ist eine Bergkette welche ebenfalls nahe zur Grenze zu Venezuela liegt, zählt zu den wichtigsten Gebirgen Kolumbiens und ist die höchste Erhebung der Andenkordillere von Kolumbien. Hier befinden sich einige 5000er und eine super schöne Landschaft mit den Bergseen und Pflanzenwelt. Ich machte hier zwei Wanderungen davon eine zweitägige welche mich auf den höchsten Gipfel der Bergkette führen sollte was ich allerdings erst danach erfuhr. So stand ich also nach gut drei Tagen nach dem ich in der Wüste war plötzlich auf dem Gletscher des Ritacuba Blanco mit 5330m. Allerdings schaffte ich es leider nicht ganz bis zum Gipfel da das Wetter nicht ganz mitspielte und ich mich, ein paar hundert Meter vor dem Gipfel auf dem Gletscher plötzlich in einer dicken Wolke befand und somit gezwungen war wieder abzusteigen. Jedoch war es ein super schöne Wanderung welche ein super Vorgeschmack war für die Treks welche mir noch bevorstehen.
Im Hintergrund links Ritacuba Blanca




Güican
Nach diesen schönen Erlebnissen im Norden bin ich nun wieder in Bogota um Frisbee zu Spielen und meine weitere Reise vorzubreiten. Nun ist es allerdings wirklich zeit um in Richtung Süden zu fahren nach Ecuador, ob wohl es hier in Kolumbien noch soviel zu sehen geben würde.