Dienstag, 13. Dezember 2011

Bolivia

Nach dem ich meinen Stempel locker flockig in meinen Pass bekam ging’s gleich mit dem Bus weiter nach Copacabana, ein kleines Städtchen am Lago Titicaca. Hier empfing mich gleich ein weltklasse Sonnenuntergang über dem See, ich würde sagen besser als der von Oberwil ;-). Am nächsten Tag ging es los, ich machte eine Wanderung entlang dem Titicacasee in Richtung Isla del Sol. Die Landschaft mit dem super blauen See, den kleinen Dörfern ist einfach traumhaft. Nach gut 4 ½ Stunden erreichte ich das Dnde der Halbinsel. Von da aus ging es dann per Ruderboot weiter auf die Insel, wo mich ein netter Einheimischer rüberbrachte. Auf der Insel angekommen ging ich weiter bis in ein kleines Dörfchen, wo mich der nächste atemberaubende Sonnenuntergang erwartete, welchen ich natürlich mit ein paar Paceñas genoss. Danach wurde es schnell kalt und ich suchte mir eine einfache Unterkunft für die Nacht. Am nächsten Tag setzte ich meine Wanderung fort und so lief ich auf den Hügeln der Insel auf die Nordseite. Einfach traumhaft die Kulisse. Da angekommen, traf ich per Zufall wieder auf die Chicas von Österreich, welche die gleichen Pläne hatten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fuhr ich mit dem Boot gemütlich zurück nach Copacabana, um da die Nacht zu verbringen.














Nach einem gemütlichen Abend mit internationaler Begleitung ging es weiter in die Hauptstadt von Bolivien, La Paz. What a crazy city! Da war mein Ziel die weltbekannte Death Road oder auf Spanisch Camino de la muerte. So stürzten Tati und ich, sowie noch ein paar andere, mit voller Mountainbikemontur die Schotterstrasse runter. Die Strasse führt einen über 62km von 4800m auf 1200m mit spektakulärer Sicht, auf Berge und Täler. Es war ein cooles Erlebnis.







Nach ein paar Tagen in La Paz ging es weiter mit einem Nachtbus nach Tupiza. Ein Ort an welchem man gleich an den Wildenwesten denken muss und Butch Cassidy & the Sundance Kid. Von hier startete ich eine 5-Tages-Tour durch die Traumlandschaften von Bolivien, welche in der Salzwüste von Uyuni enden soll. Los ging es mit einem 4x4 Jeep und unserem super Fahrer Sergio und Santosa unserer Köchin, sowie einem kanadischen Pärchen (Marshall und Shaina) einer Amerikanerin (Liz) und einer Italienerin (Vittoria). Wir fuhren durch Canyons, über hohe Pässe, kamen an trauhaften Lagunen vorbei, Lamas, Vicuñas, Vogelstraussen, Ruinen, Geysiren, Mumien und Höhlen. Am dritten Tag bestiegen wir den Vulkan Licancabur, welcher sich an der Grenz zu Chile befindet und eine Höhe von 5960m hat. Wir starteten um 03:00 in der Nacht und ein paar Stunden später erreichten wir alle den Gipfel, welcher uns mit einer fantastische Aussicht für das frühe Aufstehen belohnte. Nach dem Abstieg, unten beim Jeep angekommen, glich unser Jeep einem Ambulanzauto ;-). Denn ausser mir, litten erstaunlicherweise alle an Kopfschmerzen und Übelkeit. In der vierten Nacht wo wieder alle fit waren, begossen wir unsere Besteigung und die letzte Nacht zusammen mit reichlich Tequila, Bier und Rotwein. Nach einer weiteren kurzen Nacht ging es wieder sehr früh aus dem Bett und auf in den Salar de Uyuni, welchen wir gerade zum Sonnenaufgang erreichten und uns ein weiterer Highlight empfing. Die voll krasse Salzwüste bei Sonnenaufgang ist einfach unbeschreiblich, es kam mir vor als wäre ich auf einem anderen Planeten. Wir alle verstanden uns super und hatten eine unvergessliche Zeit zusammen!







s'nächste Opfer! Licancabur 5960m!!

Next, Tick, Done!












Unsere Köchin




Ein bisschen Spass muss sei ;-)


Potosi die höchste Stadt der Welt war meine nächste Anlaufstelle. Hier wurde vor hunderten Jahren Gold geschürft von denn Spaniern in den Minen mit Hilfe von Sklaven aus Afrika und anderen Ländern unter schlechtesten Bedingungen. Heute gibt es zwar fast kein Gold mehr, aber die Umstände sind nicht viel besser als dazumal und die Miner suchen weiter nach Silber und Kupfer. Das wollte ich mir anschauen so wie eigentlich alle, die hier herkommen. So ging es auf einer Tour durch die kleinen einsturzgefährdeten Tunnels und Gänge. Jedoch zuerst machten wir noch einen Halt auf dem Markt, wo wir Geschenke kauften für die Miner. Die Geschenke bestanden aus reinem Alkohol, Cocablätter, Sprite und Zigaretten. Auf der Tour trafen wir auf die Miner, welche sich hier Tag für Tag stundenlang in den Berg bohren. Der Berg wird auch als Schweizerkäse bezeichnet. Ein paar Stunden später kamen wir wieder ans Tageslicht, was doch schön war.






Nächster Halt war dann Sucre. Eine schöne Stadt, angenehmes Klima und viele alte Kolonialbauten. Ich entspannte, machte nichts, ging aus mit einer verrückten Franzosen-Truppe, und relaxte… Ich genoss hier meine letzten Tage in Bolivien ohne etwas anzuschauen und ohne eine Tour zu buchen.

Jetzt befinde ich mich 15 Busstunden von Sucre entfernt in Santa Cruz, wo ich morgen meinen Flug nach Ushuaia hab. Das ist die südlichste Stadt von Argentinien! Hier erwartet mich ein weiteres Highlight meiner Reise. Nämlich ein 3-wöchiger Segeltörn mit meinem Vater Roland in die Antarktis. Ich freu mich schon auf ein Wiedersehen und ein weiteres unvergessliches Erlebnis!

Euch allen wünsch ich eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!¨

Saludos
El Viajero Elia