Freitag, 11. November 2011

Von Ecuador nach Peru

Nach den Galapagos ging es dann nochmals zurück nach Cuenca zu der Familia Andrades. Hier verbrachte ich nochmals 3 Nächte und schaute mir die Stadt an, fuhr mit Eduardo und Kary in den National Park Cajas, fischte in einer Forellenzucht eine Forelle und schaute mir ein Museum an. Zwei entspannte Tage.

Kirche in Cuenca
Cajas
Danach war es an der Zeit in Richtung Peru zu fahren, jedoch machte ich zuerst noch einen halt in Vilcabamba, einem kleinen Dorf auf dem Weg zum Grenzübergang von la Balsa. Vilcabamba liegt in einem schönen Tal welches das ganze Jahr eine sehr angenehmes Klima hat. Das Dorf ist auch bekannt für die Leute hier, welche anscheinend alle sehr alt werden. In diesem 2000 Seelendorf sind anscheinend nach einer Umfrage 66 über 100 Jahre alt was doch ziemlich einzigartig ist. Hier traf ich Tati und Eva zwei Österreicherinnen welche ziemlich chill sind. Mit ihnen unternahm ich am nächsten Tag eine Wanderung zu einem Wasserfall. Auf dem Rückweg vom Wasserfall höre ich hinter mir ganz entspannt „Achtung, da ist eine Schlange hinter dir“, ich ging gemütlich weiter und schaute zurück und tatsächlich ist da ein grüne ein Meter Schlange welche mir hinterher kam. Ich machte ein paar grössere schnellere Schritte um ihr zu entkommen, was mir auch gelang und bevor sie dann im Gebüsch verschwand. Unglaublich, da laufen wir zu dritt hintereinander und dann schleicht sich einfach eine Schlange zwischen uns durch, wie krass ist das denn?!


Am nächsten Tag hiess es früh raus und um 06:00 auf den Bus welcher uns bis kurz vor die Grenze bring. ­­­­­­­­­­Dann wurde es spannend da dieser Grenzübergang ziemlich klein ist und nicht viele Leute diese Grenze nach Peru nehmen, das war aber genau das was mich gereizt hat. Mal nicht wissen wie weit man kommt, sondern es einfach auf sich zukommen lassen. Tati und Eva beschlossen dann auch mit nach Chachapoyas zufahren und somit machte es das ganze wieder ein bisschen einfacher. Wir brauchten schlussendlich 2 Tage von Vilcabamba nach Chachapoyas was im Nördlichen Hochland von Peru liegt. Wir reisten mit Kombis, Autos, Bussen und Motos. Auf Schotterstrasen fuhren wir durch super schöne Täler, in welchen satt grünen Reisfeldern zusehen waren, fast wie in Asien.


links Peru, rechts Ecuador
Wenn man den normalen Travellern glaubt gibt es nicht viel zusehen im Norden von Peru, ich wollt allerdings schon die Ruinen von Kuelap sehen, welche nach Machu Picchu zu ein paar der besten zählen sollten. Jedoch kaum in Chachapoyas angekommen, stellte sich heraus das es sehr viel zusehen gibt in dieser Region. Wir entschlossen uns dann einen 3-tägigen trek zumachen welcher im Valle Belen beginnt und in Kuelap endet. So gingen es am nächsten Tag wieder früh los mit einem Führer wurden wir ins Valle Belen gefahren von wo aus der Trek startete. Auf dieser Wanderung kamen wir an verschiedenen Ruinen vorbei welche von den Chachapoyas Indios waren und noch nicht erforst wurden, was doch ziemlich cool war. In ein Tal in welchem die Läute noch mit Schweinen, Meerschweinchen, Hühnern und Hunden zusammen leben und sich mehrheitlich selbst versorgen wo wir auch übernachtet haben. Es war ein schöner zwei Tages Trek welcher dann in Kuelap endete. Die Ruinen von Kuelap, stammen auch von den Chachapoyas welche es schon vor den Inkas gab. Kuelap liegt wunderschön gelegen hoch erhoben auf 3000m mit sicht auf die Umliegenden Täler. Die ganze Ruine welche früher eine Stadt, Heiligenstädte so wie aus einem Palast bestand, ist 600m lang und bis zu 100m breit und ist mit einer Mauer umgeben welche bis zu 25m hoch ist. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es war an diesem Tag als wir Kuelap besichtigten, regnerisch und kalt. Es war allerdings sehr beeindruckend was die Jungs von damals da hingestellt hatten.

Valle Belen





Kuelap



Nach einem Tag Pause weil das Wetter nicht so schön war, ging’s dann noch zum Gocta Wasserfall. Der Besteht aus zwei Wasserfällen von welchen der obere 200m hoch ist und der Untere 500m und somit einer der höchsten ist der Welt. Meine eigentlich gemütliche 6 Stunden Wanderung dehnte sich dann allerdings auf fast 8 Stunden. Als ich nämlich schon fast rum war auf meiner Rundwanderung, bemerkte ich beim letzten Bild welches ich von den Wasserfällen machte das ich meine Jacke gute 500m weite oben liegen gelassen hatte. Fuck, nochmals!



An dieser Stelle bemerkte ich das meine Jacke noch oben liegt, Uuuuuhhhh regemiuf!
Ich fuhr am nächsten Tag dann nach Leymebamba, ein kleines Dörfchen 3 Stunden südlich von Chachapoyas in einem Tal gelegen. Da machte ich mir einen gemütlichen Tag und besichtigte ein Museum welches über Kuelap und die Chachapoyas genauere Infos hatte. Hier traf ich wieder auf die Österreicherinnen welche auf der gleichen Route unterwegs sind. So fuhren wir am nächsten Tag einen ganzen Tag Bus durch steile Täler und über Pässe nach Cajamarca.

In Cajamarca hat Francisco Pizarro der Spanische Eroberer den Inka Häuptling Atahualpa als Geisel genommen und ein Raum voller Gold als Lösegeld gefordert. Als ihm schlussendlich die Inkas diesen Raum mit Gold gefüllt hatten um ihren Häuptling wieder zurück zu bekomme hat Pizarro, Atahualpa trotzdem getötet. Aber das war nicht der Grund warum wir in Cajamarcas waren, es lag einfach auf dem Weg. Da wir schon mal da waren machten wir zwei Ausflüge mit einer Tour weil es einfach so günstig war und welche voll Natural und Familiar waren (Sorry, kleiner Insider;-) Von da aus wollten wir dann mit einem Nachtbus an die Küste nach Trujillo. Da wir allerdings ein bisschen zu spät dran waren, fuhren wir dann auf einer Ladefläche eines riessen Tracks unter freiem Himmel durch die Nacht. Völlig verstaubt und durchgeschüttelt kamen wir im frühen morgengrauen in Trujillo an.




Ikan Wasserkanal
Grabstätte
  

In Trujillo gibt es auch verschiedene Ruinen zu besichtigen, darunter Chan Chan, welche eine der grössten Städte zu seiner Zeit gewesen sein sollte. Allerdings kann man nun nur noch Staubhügel von den Mauern sehen. Jedoch haben die Peruaner den Haupttempel der Stadt wieder aufgebaut. Es kam mir jedoch ein bisschen Disneyland mässig vor. Am nächsten Tag hiess es auschillen, wir fuhren nach Huanchaco welches ein Halbestunde von Trujillo entfernt ist und berühmt ist zum Surfen. Nach ein paar Pisco’s und nach dem ich die Wellen gesehen hatte, entschied ich mich auch nochmals einen Tag zu bleiben und das mit dem Surfen nochmals zu probieren. Am Nächsten Tag war es dann allerdings definitiv Zeit abzuhauen in die Berge und so fuhr ich mit einem Nachtbus 10 Stunden nach Huaraz in die Cordillera Blanca.

Nach unsere Truck fahrt, leicht verstaubt :-)
Chan Chan




Plaza de Arma von Trujillo
Huanchaco
 

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