Nach einem gemütlichen Abend mit internationaler Begleitung ging es weiter in die Hauptstadt von Bolivien, La Paz. What a crazy city! Da war mein Ziel die weltbekannte Death Road oder auf Spanisch Camino de la muerte. So stürzten Tati und ich, sowie noch ein paar andere, mit voller Mountainbikemontur die Schotterstrasse runter. Die Strasse führt einen über 62km von 4800m auf 1200m mit spektakulärer Sicht, auf Berge und Täler. Es war ein cooles Erlebnis.
Nach ein paar Tagen in La Paz ging es weiter mit einem Nachtbus nach Tupiza. Ein Ort an welchem man gleich an den Wildenwesten denken muss und Butch Cassidy & the Sundance Kid. Von hier startete ich eine 5-Tages-Tour durch die Traumlandschaften von Bolivien, welche in der Salzwüste von Uyuni enden soll. Los ging es mit einem 4x4 Jeep und unserem super Fahrer Sergio und Santosa unserer Köchin, sowie einem kanadischen Pärchen (Marshall und Shaina) einer Amerikanerin (Liz) und einer Italienerin (Vittoria). Wir fuhren durch Canyons, über hohe Pässe, kamen an trauhaften Lagunen vorbei, Lamas, Vicuñas, Vogelstraussen, Ruinen, Geysiren, Mumien und Höhlen. Am dritten Tag bestiegen wir den Vulkan Licancabur, welcher sich an der Grenz zu Chile befindet und eine Höhe von 5960m hat. Wir starteten um 03:00 in der Nacht und ein paar Stunden später erreichten wir alle den Gipfel, welcher uns mit einer fantastische Aussicht für das frühe Aufstehen belohnte. Nach dem Abstieg, unten beim Jeep angekommen, glich unser Jeep einem Ambulanzauto ;-). Denn ausser mir, litten erstaunlicherweise alle an Kopfschmerzen und Übelkeit. In der vierten Nacht wo wieder alle fit waren, begossen wir unsere Besteigung und die letzte Nacht zusammen mit reichlich Tequila, Bier und Rotwein. Nach einer weiteren kurzen Nacht ging es wieder sehr früh aus dem Bett und auf in den Salar de Uyuni, welchen wir gerade zum Sonnenaufgang erreichten und uns ein weiterer Highlight empfing. Die voll krasse Salzwüste bei Sonnenaufgang ist einfach unbeschreiblich, es kam mir vor als wäre ich auf einem anderen Planeten. Wir alle verstanden uns super und hatten eine unvergessliche Zeit zusammen!
| s'nächste Opfer! Licancabur 5960m!! |
| Next, Tick, Done! |
| Unsere Köchin |
| Ein bisschen Spass muss sei ;-) |
Potosi die höchste Stadt der Welt war meine nächste Anlaufstelle. Hier wurde vor hunderten Jahren Gold geschürft von denn Spaniern in den Minen mit Hilfe von Sklaven aus Afrika und anderen Ländern unter schlechtesten Bedingungen. Heute gibt es zwar fast kein Gold mehr, aber die Umstände sind nicht viel besser als dazumal und die Miner suchen weiter nach Silber und Kupfer. Das wollte ich mir anschauen so wie eigentlich alle, die hier herkommen. So ging es auf einer Tour durch die kleinen einsturzgefährdeten Tunnels und Gänge. Jedoch zuerst machten wir noch einen Halt auf dem Markt, wo wir Geschenke kauften für die Miner. Die Geschenke bestanden aus reinem Alkohol, Cocablätter, Sprite und Zigaretten. Auf der Tour trafen wir auf die Miner, welche sich hier Tag für Tag stundenlang in den Berg bohren. Der Berg wird auch als Schweizerkäse bezeichnet. Ein paar Stunden später kamen wir wieder ans Tageslicht, was doch schön war.
Nächster Halt war dann Sucre. Eine schöne Stadt, angenehmes Klima und viele alte Kolonialbauten. Ich entspannte, machte nichts, ging aus mit einer verrückten Franzosen-Truppe, und relaxte… Ich genoss hier meine letzten Tage in Bolivien ohne etwas anzuschauen und ohne eine Tour zu buchen.
Jetzt befinde ich mich 15 Busstunden von Sucre entfernt in Santa Cruz, wo ich morgen meinen Flug nach Ushuaia hab. Das ist die südlichste Stadt von Argentinien! Hier erwartet mich ein weiteres Highlight meiner Reise. Nämlich ein 3-wöchiger Segeltörn mit meinem Vater Roland in die Antarktis. Ich freu mich schon auf ein Wiedersehen und ein weiteres unvergessliches Erlebnis!
Euch allen wünsch ich eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!¨
Saludos
El Viajero Elia
1 Kommentar:
eeeeeeeeeee!!!!!
great!!!
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