Nach einem Monat Kuba freute ich mich auf Colombia, das Land von dem alle schwärmten welch ich auf meinem Trip getroffen habe. So mit hatte ich grosse Erwartungen. Ich nahm mir vor eine Woche in Bogota zubleiben um eine kleine Pause in meiner Reise einzulegen bevor ich weiter reise, was ich auch machte. Ich nutzte die zeit in Bogota um mir gewisse Sachen wieder zu beschaffen welche mir auf der Reise abhanden gekommen sind, sowie der Hitze der letzten vier Monate zu entfliehen was ich voll genoss. Bogota liegt auf 2600m und ist somit eher kühl, das heisst ich konnte mal meine Jeans so wie mein Pullover benützen welche ich so gut wie noch nie gebraucht hatte seit ich unterwegs bin. Bogota ist eine riesen Stadt mit gut 9 Millionen Einwohner und verschiedenen Zentren. Ich Couchsurfte das erste Mal in meinem leben hier was eine super Erfahrung war. Ich lebte gut 5 Tage bei Diana einer Englisch Lehrerin welche sehr beschäftigt war aber mir gute Tipps geben konnte in Bogota und der nähern Umgebung. Am Wochenende gingen wir dann zusammen an ein Gratis Open-Air an welchem Willie Colon ein sehr bekannter Salsa Star spielte und als Highlight danach noch Daddy Yankee spielte, welcher ich die letzten vier Monate fast täglich hörte. Nun konnte ich Ihn mal live sehen mit gut 90’000 anderen „Rolos“ wie die Leute von Bogota genant werden.
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| Bogota von Cerro Moserrate |
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| La Candelaria Stadtviertel in Bogota |
Nach einer Woche Bogota fuhr ich weiter nach Medellin ebenfalls eine riesen Stadt von wo früher Pablo Escobar und sein Medellin Kartell die Welt mit Kokain versorgt hatte.
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| Medellin |
Von da aus ging es dann weiter einmal mehr an die Karibik Küste nach Cartagena, eine schöne aber auch sehr Touristische Kolonial Stadt. Hier verbrachte ich das Wochenende und genoss das Nachtleben.



Nächster Stopp war dann Santa Marta ebenfalls eine Stadt direkt an der Küste wo ich gut eine Woche blieb. Hier nahm ich nochmals Spanisch Unterricht, spielte Frisbee mit dem Uni Team und genoss das Kleinstadt leben. Ich ging Wanderung im Parque Tayrona wo ich die schönen Strände so wie die Indianer welch hier immer noch leben sehen konnte. Danach ging es auf den wohl zweit Berühmtesten Trek von Südamerika, der sogenannte Ciudad Perdida Trek wo das Highlight die Verlorene Stadt ist. Diese Stadt liegt in der Sierra Nevada de Santa Marta und ist neben Machu Picchu eine der grössten wiederentdeckten präkolumbischen Städte Südamerikas. Ich genoss die Viertägige Wanderung in vollen Zügen. Ich war hier wieder einmal mit Marc unterwegs welchen ich schon in Guatemala kennen gelernt hatte. Wir hatten glück den wir waren nur zu zweit unterwegs mit einem Führer. So hatten wir die Verlorene Stadt für uns ganz alleine was ich voll cool fand. Die Stadt liegt sehr schön gelegen an einem Berghang mit super schöner Aussicht.
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| Santa Marta |
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| Parque Tayrona |
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| Parque Tayrona |
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| Ciudad Perdida Terk |
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| Teyuna Indianer Hütten |
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| Ciudad Perdida |
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| Hauptplaza von Ciudad Perdida |
Nach vier Tagen Dschungel fuhr ich weiter nach Riohacha von wo ich La Guajira in angriff nahm. La Guajira ist eine Halbinsel welche an der Grenze zu Venezuela liegt. Die Wüsten Landschaft hier ist einmalig und mit Punta Gallinas befindet sich hier der Nördlichste Punkt von Südamerika welchen ich dann auch besucht habe. Die Halbinsel wird bewohnt von den Wayuu Nomaden welche hier in dieser Gegend sehr einfach in ihren Lehmhütten leben. Ich genoss die paar Tage hier so richtig da es wieder einmal ein bisschen off vom Touritrail war und somit ein bisschen Abenteuerlicher. Um nach Punta Gallinas zu kommen fährt man mit einem kleinen Fischerboot gute 2 ½ Stunden von Puerto Bolivar zuerst der Küste entlang und danach durch kleine Buchten und Mangroven. Dann Plötzlich kommt man an diesen Magischen Ort wo es einfach nichts gibt, ausser einer Wahnsinns Landschaft, welche aus roten Sanddünnen, schönen Sandstränden, karger Kakteen und Buschlandschaft besteht. Jedoch zu meinem erstaunen leben hier doch noch Wayuu Familien welche sich mit Fischfang und Viehzucht über dem Wasser halten und somit auch ein bisschen in die Wirtschaft integriert sind.
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| Wayuu Nomaden Markt in Uribia |
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| In der nähe von Cabo de la Vela (La Guajira Halbinsel) |
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| Fischer am Strand von Cabo de la Vela |
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| Wayuu Hütte in der nähe von Punto Gallinas |
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| Nördlichster Punkt Südamerikas "Punto Gallinas" |
Ich entschloss mich danach gleich in die Berge zufahren welche mich schon seit Anfang meiner Reise anziehen. So hatte ich einen 38 Stunden Marathon hinter mich gebracht und fuhr direkt von dem Nördlichsten Punkt mit Boot, Pick-Up Colectivos und Busen nach Güican. Güican liegt auf 3000m und ist Ausgangspunkt um in den Parque Natural National de Cocuy ist. Die Sierra Nevada del Cocuy ist eine Bergkette welche ebenfalls nahe zur Grenze zu Venezuela liegt, zählt zu den wichtigsten Gebirgen Kolumbiens und ist die höchste Erhebung der Andenkordillere von Kolumbien. Hier befinden sich einige 5000er und eine super schöne Landschaft mit den Bergseen und Pflanzenwelt. Ich machte hier zwei Wanderungen davon eine zweitägige welche mich auf den höchsten Gipfel der Bergkette führen sollte was ich allerdings erst danach erfuhr. So stand ich also nach gut drei Tagen nach dem ich in der Wüste war plötzlich auf dem Gletscher des Ritacuba Blanco mit 5330m. Allerdings schaffte ich es leider nicht ganz bis zum Gipfel da das Wetter nicht ganz mitspielte und ich mich, ein paar hundert Meter vor dem Gipfel auf dem Gletscher plötzlich in einer dicken Wolke befand und somit gezwungen war wieder abzusteigen. Jedoch war es ein super schöne Wanderung welche ein super Vorgeschmack war für die Treks welche mir noch bevorstehen.
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| Im Hintergrund links Ritacuba Blanca |
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| Güican |
Nach diesen schönen Erlebnissen im Norden bin ich nun wieder in Bogota um Frisbee zu Spielen und meine weitere Reise vorzubreiten. Nun ist es allerdings wirklich zeit um in Richtung Süden zu fahren nach Ecuador, ob wohl es hier in Kolumbien noch soviel zu sehen geben würde.
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